Kulturverein Träff Schötz

Sagenhafte Höhenfeuer (2001)

Ein Projekt des Kulturvereins Träff Schötz auf den Schötzer Hügeln Wellbrig, Hübeli und Meienrain
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«Sagenhafte Höhenfeuer»: Der Kulturverein Träff Schötz lädt am 25. August zu drei Träff-Punkten. Auf dem Wellbrig, dem Hübeli und dem Meienrain sorgen Hexen, Künstler, Bands und Pyromanen für Unterhaltung, aber auch nachdenkliche Momente. Bereits am Freitag, 24. August, findet der Workshop «Hexenzauber und Geisterbann» mit Kurt Lussi statt. Die drei «sagenhaften Höhenfeuer» werden auf den Schötzer Hügeln Wellbrig, Hübeli und Meienrain auflodern. Der Kulturverein Träff Schötz lanciert in seinem bereits 17. Vereinsjahr einmal mehr ein wortwörtlich einmaliges Projekt. Die drei Feuer sollen zu drei verschiedenen kulturellen Träff-Punkten werden. Mit drei unterschiedlichen Programms hoffen die Organisatoren, möglichst die breite Bevölkerung anzusprechen.

Wellbrig: Hexenfest für junge Familien
Mit Geschichten, Liedern und Tänzen werden hier ab 17 Uhr die Kinder durch die aus dem Radio bekannte Märchenautorin und -erzählerin Jolanda Steiner in mehreren Blöcken in die Welt der Hexen und Sagenfiguren entführt. Sie hat für das Projekt «Sagenhafte Höhenfeuer» in Zusammenarbeit mit Träff Schötz ein spezielles Programm zusammengestellt. Einen besonderen Akzent in einem der Märchen setzt Werner Neuhaus vom Bramboden. Vor kurzem hat der Künstler mit «Die 36 Gerechten», einer Gruppe lebensgrosser Figuren, in Luzern für Aufsehen gesorgt. Er wird mit der Motorsäge «Sagenhaftes» sagen. Von Werner Neuhaus werden in Schötz weitere Holzskulpturen zu entdecken sein. Zudem machen auf dem Wellbrig eine kleine Band, zusammengestellt mit Musikern aus Gruppen der Region, und fünfzehn Tuffloch-Sträggelen mit. Letztere, eine spezielle Fasnachtsgesellschaft aus Buchs, haben aufgrund des Programms zu einem Ausnahme-Auftritt mitten im Sommer ihre Bereitschaft erklärt. Ausweichlokal bei schlechter Witterung ist die Scheune Bossart im Dorf, welche von der Theatergruppe für die diesjährige Produktion «Anne Bäbi Jowäger» umgebaut wurde.

Hübeli: Anna Göldin – die letzte Hexe
Filminteressierte sind ab 20 Uhr aufs Hübeli geladen. Hier läuft im Open-Air-Kino «Anna Göldin – die letzte Hexe». Ausweichlokal bei schlechter Witterung ist der Medienraum der Schötzer Schule.

Meienrain: Bands und Pyromanen
Ab 21 Uhr startet das Hexenfest mit viel Musik und Pyromanen. Mit dabei ist Veitstanz. Eine Gruppe Rabaaken, die sich freiheitstreibender Musik (und der Instrumente) des Mittelalters verpflichtet haben. Ihnen steht nicht unbedingt die absolute Authentizität im Vordergrund, sondern derjenige Gedanke, der auch den Spielleuten von damals ihren Antrieb gegeben hat: Musik zu
machen, an der sich das Volk erfreut und die Welt um sich herum vergessen lässt. Doch auch die neuere elektronischen Töne sind auf dem Meienrain zu hören: So tritt die Obwaldner Band Tratosphäre auf, die den elektronischen Clubsound auf die Bühne bringt. Sie mischt Trance mit sphärischen Ambient- Klängen. Zu erwarten ist ein eigenständiger Sound, der mit Liveinstrumenten unterstützt wird. Durch stetige Wiederholungen von monotonen Grooves werden fette Klangbilder erzeugt. Weiter mit dabei ist das bekannte deutsche Pyromanen-Duo «Brennen oder Einfrieren». Um Mitternacht werden die beiden Licht- und Feuerkünstler Robi Müller (der Trickfilmer aus Buttisholz) und René Albisser (Bühnenbildner, Schauspieler, Spielzeugmacher… aus Grosswangen) am Werk sein. Zu erwarten ist ein Feuerspiel im Gelände. Ausweichlokal bei schlechter Witterung ist der St.-Mauritz-Saal.
 

Workshop «Hexenzauber und Geisterbann»
Bereits in der Nacht auf den Samstag findet der Workshop «Hexenzauber und Geisterbann» mit Kurt Lussi, dem Volkskundler und Konservator der Schenkung Dr. Josef Zihlmann, statt. Weiter ist der Autor verschiedener Bücher und Artikel zu den Themen Zauberglaube, Hexen und Krankheitszauber, ausserordentliches Mitglied des Europäischen Collegiums für Bewusstseinsstudien (Göttingen) und der Arbeitsgemeinschaft Ethnomedizin (München) sowie Referent und Wissenschaftlicher Begleiter des Kongresses «Wanderer zwischen Welten» in Garmisch-Partenkirchen. Im Workshop zur Sprache kommen unter anderem die Zaubermittel der historischen Hexen und die Schutzzeichen, mit denen sich das Volk vor Behexung und angezauberten Krankheiten schützte. Ausgehend von Relikten historisch gesicherter Zauberpraktiken erfahren die Teilnehmer, wie bestimmte Zeichen in den magischen Zirkeln des 19. und 20. Jahrhunderts eine Neuinterpretation erfahren haben. Im Mittelpunkt stehen dabei die Praktiken in Aleister Crowleys «Order of the Golden Dawn». Der Workshop beginnt um 22 Uhr und dauert bis nach Mitternacht. Die Teilnahme ist nur nach Voranmeldung möglich. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Der Durchführungsort ist von der Witterung abhängig. Der Besammlungsort wird den Teilnehmerinnen und Teilnehmern vor Beginn des Workshops bekannt gegeben. Das Projekt «Sagenhafte Höhenfeuer» wird von der Gemeinde Schötz (im Zusammenhang mit der Überschreitung der 3000-Einwohner-Zahl) und der Luzerner Jugend-Stiftung finanziell unterstützt.