Kulturverein Träff Schötz

Sagenhafte Höhenfeuer

Ein Projekt des Kulturvereins Träff Schötz auf den Schötzer Hügeln Wellbrig, Hübeli und Meienrain

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«Sagenhafte Höhenfeuer»: Der Kulturverein Träff Schötz lädt am 25. August zu drei Träff-Punkten. Auf dem Wellbrig, dem Hübeli und dem Meienrain sorgen Hexen, Künstler, Bands und Pyromanen für Unterhaltung, aber auch nachdenkliche Momente. Bereits am Freitag, 24. August, findet der Workshop «Hexenzauber und Geisterbann» mit Kurt Lussi statt. Die drei «sagenhaften Höhenfeuer» werden auf den Schötzer Hügeln Wellbrig, Hübeli und Meienrain auflodern. Der Kulturverein Träff Schötz lanciert in seinem bereits 17. Vereinsjahr einmal mehr ein wortwörtlich einmaliges Projekt. Die drei Feuer sollen zu drei verschiedenen kulturellen Träff-Punkten werden. Mit drei unterschiedlichen Programms hoffen die Organisatoren, möglichst die breite Bevölkerung anzusprechen.

Wellbrig: Hexenfest für junge Familien
Mit Geschichten, Liedern und Tänzen werden hier ab 17 Uhr die Kinder durch die aus dem Radio bekannte Märchenautorin und -erzählerin Jolanda Steiner in mehreren Blöcken in die Welt der Hexen und Sagenfiguren entführt. Sie hat für das Projekt «Sagenhafte Höhenfeuer» in Zusammenarbeit mit Träff Schötz ein spezielles Programm zusammengestellt. Einen besonderen Akzent in einem der Märchen setzt Werner Neuhaus vom Bramboden. Vor kurzem hat der Künstler mit «Die 36 Gerechten», einer Gruppe lebensgrosser Figuren, in Luzern für Aufsehen gesorgt. Er wird mit der Motorsäge «Sagenhaftes» sagen. Von Werner Neuhaus werden in Schötz weitere Holzskulpturen zu entdecken sein. Zudem machen auf dem Wellbrig eine kleine Band, zusammengestellt mit Musikern aus Gruppen der Region, und fünfzehn Tuffloch-Sträggelen mit. Letztere, eine spezielle Fasnachtsgesellschaft aus Buchs, haben aufgrund des Programms zu einem Ausnahme-Auftritt mitten im Sommer ihre Bereitschaft erklärt. Ausweichlokal bei schlechter Witterung ist die Scheune Bossart im Dorf, welche von der Theatergruppe für die diesjährige Produktion «Anne Bäbi Jowäger» umgebaut wurde.

Hübeli: Anna Göldin – die letzte Hexe
Filminteressierte sind ab 20 Uhr aufs Hübeli geladen. Hier läuft im Open-Air-Kino «Anna Göldin – die letzte Hexe». Ausweichlokal bei schlechter Witterung ist der Medienraum der Schötzer Schule.

Meienrain: Bands und Pyromanen
Ab 21 Uhr startet das Hexenfest mit viel Musik und Pyromanen. Mit dabei ist Veitstanz. Eine Gruppe Rabaaken, die sich freiheitstreibender Musik (und der Instrumente) des Mittelalters verpflichtet haben. Ihnen steht nicht unbedingt die absolute Authentizität im Vordergrund, sondern derjenige Gedanke, der auch den Spielleuten von damals ihren Antrieb gegeben hat: Musik zu
machen, an der sich das Volk erfreut und die Welt um sich herum vergessen lässt. Doch auch die neuere elektronischen Töne sind auf dem Meienrain zu hören: So tritt die Obwaldner Band Tratosphäre auf, die den elektronischen Clubsound auf die Bühne bringt. Sie mischt Trance mit sphärischen Ambient- Klängen. Zu erwarten ist ein eigenständiger Sound, der mit Liveinstrumenten unterstützt wird. Durch stetige Wiederholungen von monotonen Grooves werden fette Klangbilder erzeugt. Weiter mit dabei ist das bekannte deutsche Pyromanen-Duo «Brennen oder Einfrieren». Um Mitternacht werden die beiden Licht- und Feuerkünstler Robi Müller (der Trickfilmer aus Buttisholz) und René Albisser (Bühnenbildner, Schauspieler, Spielzeugmacher… aus Grosswangen) am Werk sein. Zu erwarten ist ein Feuerspiel im Gelände. Ausweichlokal bei schlechter Witterung ist der St.-Mauritz-Saal.
 

Workshop «Hexenzauber und Geisterbann»
Bereits in der Nacht auf den Samstag findet der Workshop «Hexenzauber und Geisterbann» mit Kurt Lussi, dem Volkskundler und Konservator der Schenkung Dr. Josef Zihlmann, statt. Weiter ist der Autor verschiedener Bücher und Artikel zu den Themen Zauberglaube, Hexen und Krankheitszauber, ausserordentliches Mitglied des Europäischen Collegiums für Bewusstseinsstudien (Göttingen) und der Arbeitsgemeinschaft Ethnomedizin (München) sowie Referent und Wissenschaftlicher Begleiter des Kongresses «Wanderer zwischen Welten» in Garmisch-Partenkirchen. Im Workshop zur Sprache kommen unter anderem die Zaubermittel der historischen Hexen und die Schutzzeichen, mit denen sich das Volk vor Behexung und angezauberten Krankheiten schützte. Ausgehend von Relikten historisch gesicherter Zauberpraktiken erfahren die Teilnehmer, wie bestimmte Zeichen in den magischen Zirkeln des 19. und 20. Jahrhunderts eine Neuinterpretation erfahren haben. Im Mittelpunkt stehen dabei die Praktiken in Aleister Crowleys «Order of the Golden Dawn». Der Workshop beginnt um 22 Uhr und dauert bis nach Mitternacht. Die Teilnahme ist nur nach Voranmeldung möglich. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Der Durchführungsort ist von der Witterung abhängig. Der Besammlungsort wird den Teilnehmerinnen und Teilnehmern vor Beginn des Workshops bekannt gegeben. Das Projekt «Sagenhafte Höhenfeuer» wird von der Gemeinde Schötz (im Zusammenhang mit der Überschreitung der 3000-Einwohner-Zahl) und der Luzerner Jugend-Stiftung finanziell unterstützt.

Die lokale Filmwoche

7 (Kino)Lokale, 7 Filme, 7 Erlebnisse

Total Lokal: In sieben verschiedenen Schötzer Lokalitäten zeigt der Kulturverein Träff Schötz jeweils «lokalnahe» oder «lokalverwandte» Filme. Das Programm ist vielseitig, will unterhalten aber auch herausfordern. Mit der lokalen Filmwoche will der Kulturverein einmal mehr die ganze Dorfgemeinschaft, die Region ansprechen und Generationen einander näher bringen.
In Schötz werden auch Regisseure und Schauspieler anzutreffen sein. So wird Beat Schlatter, Hauptdarsteller im derzeitigen Publikumsmagnet «Komiker», die lokale Filmwoche persönlich eröffnen.

Das Programm und die Lokale
Montag, 15. Mai, Mauritiusheim: «Komiker». Der zurzeit erfolgreichste Schweizer Film. Ein Komiker findet Unterschlupf im Altersheim.

Dienstag, 16. Mai, Bunker Zivilschutzzentrum: Jonas Raeber präsentiert seine Kurztrickfilme «Patt» und «Hoffen auf bessere Zeiten». Zweiter Teil: «When the Wind blows» (85). Ein älteres Ehepaar bereitet sich auf den Atomkrieg vor.

Mittwoch, 17. Mai, Strafanstalt Wauwilermoos: «Dead Man walking» (95). Ordensschwester begleitet Mörder bis zur Hinrichtung in der Todeszelle. Eine auf wahren Begebenheiten basierende Geschichte. Die Todesstrafe wird hinterfragt. Einführung, Schlusswort: Anstaltsdirektor Hans Studer, Gefängnisseelsorger Benno Mattmann.

Donnerstag, 18. Mai, Museum Ronmühle: Bewegte Bilder von einst (1897 bis 1957). Eine Reise in die Kinovergangenheit mit Bruno Swoboda, Nebikon.

Freitag, 19. Mai, Pfarrkirche: «Der Name der Rose» (86). Nach dem Roman von Umberto Eco. Mord hinter Klostermauern. Ein Ketzer- und Hexenjäger. Die Scheiterhaufen brennen schon…

Samstag, 20. Mai, alte Liegenschaft Hostris: Die schaurig-gruselige Surprise. Es braucht Nerven wie Drahtseile. Nicht erst um Mitternacht.

Sonntag, 21. Mai, Post: «Exklusiv» (99) von Florian Froschmayer. Eine wilde Story aus der Welt des Boulevard-Journalismus. Ein Killer erpresst einen Sensationsreporter. Hollywood made in Switzerland.
Kinostart ist jeweils um 20.30 Uhr.

Eröffnet am 15. Mai die lokale Filmwoche des Kulturvereins Träff Schötz  persönlich: Beat Schlatter, Hauptdarsteller im Film «Komiker».

Joachim Rittmeyer

«Lauter Knistern»
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Mit einem ganz Grossen der Schweizer Kabarettszene eröffnet Träff Schötz sein bereits 17. Vereinsjahr: Am Samstagabend, 28. April, 20 Uhr, ist im St.-Mauritz-Saal Joachim Rittmeyer mit seinem neuen Stück «Lauter Knistern» zu Gast. Joachim Rittmeyer, Jahrgang 1951, gewann 1983 den Salzburger Stier und 1998 den Schweizer Kabarettpreis Cornichon. In Schötz tritt er erstmals mit seinem brandneuen Programm auf der Luzerner Landschaft auf. Die Zeitungen sparten nach der Premiere am Theater am Hechtplatz, Zürich, nicht mit Lob: «‹Lauter Knistern› ist schlicht fantastisch, man lacht Tränen, man kriegt für sein Geld den kristallklarsten Humor, der auf Schweizer Bühnen zurzeit zu haben ist», schrieb die Weltwoche. «Genialisch», hiess das Urteil der NZZ. «Wieder einmal zeigt er sein herausragendes Talent: die Kunst des planvollen Unterforderns.» Und der Tages-Anzeiger hielt fest: «Joachim Rittmeyer, der Grosse der Kleinkunst. Poesie der Alltagsstücke.»
Rittmeyers Kunstfiguren Brauchle und Metzler, mit denen er sich «bereits jetzt einen Sitz im Olymp der Schweizer Komikerelite gesichert hat» (Basler Zeitung), finden sich diesmal in einer noch nie dagewesenen Konstellation. Vorbei sind die Zeiten, da der schräge Allrounder Theo Metzler bestenfalls geduldet wurde als Notnagel, Hohlraumveredler oder Saalvorheizer – jetzt hat er seine eigene Show.
«Experimentierabend» nennt er den Anlass, bei dem es um diverse praktische Untersuchungen von Fragen geht, die in gleichem Masse einmalig wie von geringem praktischem Nutzen sind.Aber viel wichtiger ist eh, was dem fröhlich-abgründigen Zeremonienmeister zu und zwischen den Experimenten einfällt – und: dass er als Assistenz das wohl auserlesenste menschliche Schattengewächs dieser Breitengrade
verpflichten konnte, den fragilen Slow-motion-Denker Hanspeter Brauchle – wahrlich ein Experiment für sich! Der Abend wird zu einer Kaskade komischster und bewegendster Geschichten, in denen es in der typischen Rittmeyerschen hart/weich/schräg-Mischung um unerhörte Verirrungen und Verstrickungen menschlicher Existenz geht.

Das tierische Festival

«Tierisch» heisst das neuste Projekt des Träff Schötz. Mit vielen Tieren und wider den
tierischen Ernst. Einem Kinderprogramm folgt ein Kleinkunstabend mit (t)irischer Musik. Zu sehen und hören sind schräge Vögel.
von Stefan Bossart
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«Träff»-Punkt ist das einmalige Gelände zwischen Ronkanal, Pappelallee und Museum Ronmühle. Wo heute die Kühe und Pferde des nahen Hofs grasen und Hühner gackern, werden am 12. Juni «schräge und bunte Vögel» aus der Schweizer Kulturszene auftreten. Mit dabei sind unter anderem der langjährige DRS-3-Moderator Reeto von Gunten, die Bands Pubside Down (Luzern) und An Lár (Bern) oder die verrückten Hennen von Artelles. (T)irische Musik, tierisches Kabarett und tierische Geschichten stehen auf dem Programm.

Falknershow, Bäre-Blues und tierische Puppen
Am Nachmittag, ab 14.30 Uhr, beginnt der Anlass mit einem speziellen Kinderprogramm, das von der «pro juventute wiggertal» finanziell unterstützt wird. Die Puppentherapeutin Regina Bosshard führt durchs Programm und lässt Bären und Löwen tanzen. Tauben, Lamas und Falken führen die kleinen Zuhörerinen und Zuhörer zu immer neuen Standorten, wo Regina Bosshard jeweils eine passende Geschichte erzählt und spielt. Mit dabei ist auch die bekannte Liedermacherin Karin Glanzmann. Ihre frechen, liebevollen und witzigen Texte holen die Kinder in ihrer fantasievollen Welt ab. Säuliwalzer, Borkechäfer- Rock, Flädermuus- oder Bäre- Blues sorgen für ausgelasssene Stimmung. Begleitet wird Karin Glanzmann von ihrem Ehemann Peter. Er ist kein unbeschriebenes Blatt in der Kulturszene. Seit den Sechzigerjahren steht er mit Toni Vescoli auf der Bühne, spielte sich einst mit Les Sauterrelles, den legendären «Original Swiss Beatles», in die Top Ten der Hitparade.
 

(T)Irischer Sound
Punkt 18 Uhr, also mitten zur Essenzeit, beginnt das Abendprogramm, das von
der Luzerner Jugend-Stiftung finanziell unterstützt wird. Während an der Feuerstelle grilliert werden kann, gehts auf der Bühne (t)irisch zu und her. Die sechsköpfige Berner Band An Lár bedient sich am riesigen Fundus traditioneller und keltischer Musik. Songs aus Irland, Schottland und der Bretagne werden, angereichert durch Eigenkompositionen, energiegeladen und stilsicher auf die Bühne gebracht. Für einen weiteren musikalischen Höhepunkt sorgt die eigens für den Anlass zusammengestellte Hausband «Gans ’n’Rosses mit dem Luzerner Kurt Felder (Bass), dem Willisauer Herbert Fries (Gitarre), dem Grossdietwiler Walter Schär (Voice), dem Kernser Kurt von Rotz (Sax) und dem Altishofer Res Meier (Drum). Am Schluss des Festivals spielt die Band Pubside Down aus Luzern auf. In Irish Pubs ist ein Grossteil ihrer Musik entstanden. Die fünf Luzerner stellen einige Traditionen auf den Kopf, wenn es um das Arrangement der Stücke geht. Von Reaggae bis Hard Rock sind alle möglichen Grooves vertreten, wobei der Einfluss aus der keltischen Musik, meist in Form der Melodie von Geige oder Flöte, deutlich erkennbar bleibt.

Zwei verrückte Hühner
Doch nicht nur Musik steht auf dem Programm. Zwei Frauen lassen mit ihrer Kabarett-Nummer die Federn fliegen. «Huhnbesorgt» sind Terri Obrist und Sibylle Jost. Im Federviehkostüm heben die beiden Batteriehühner ab, enfliehen mit viel Fantasie dem grauen Alltag auf der Stange. Wenigstens für kurze Zeit. Die beiden Kabarettistinnen zeigen das grösste Problem jeder Legehenne auf: Wer kein makelloses Ei legt, wird überflüssig. Um das bevostehende Ende im Kochtopf abzuwenden, müssen die beiden ihren ganzen Grips zusammenkratzen. Schliesslich gehts um die Wurst, bzw. das Poulet.

Der lesende Fuchs und Reeto von Gunten
Wo Hühner sind, darf auch ein Fuchs nicht fehlen. Der Schötzer Fuchs heisst Thomas Fuchs und liest, wie könnte es anders sein, eine typische Fuchs-Geschichte.
Der 42-jährige Luzerner ist Nachrichtensprecher und Moderator beim Schweizer Radio DRS. Im Regionaljournal Zentralschweiz war er regelmässig mit seinen unglaublichen Montagsgeschichten zu hören. In der extra für Schötz geschriebenen Geschichte «Mein Onkel Othmar und Herr Ganz» geht es um den 62-jährigen Othmar Fuchs, der es weit gebracht hat im Leben. Ein paar Stichworte: Metzger-Lehre mit Notendurchschnitt 5,3; später erfolgreiche Weiterbildung zum Lebensmittelinspektor; im Militär Korporal und in der Freizeit Kassier der Modellfluggruppe Speedfire. Neben Thomas Fuchs ist auch der langjährige DRS3-Moderator Reeto von Gunten zu Gast in Schötz. «Erstunke ond Erloge» heissen seine Märchen für Erwachsene. Im letzen Herbst tourte er mit diesem Programm durch die grössten Schweizer Städte, las jeweils vor vollen Rängen. Er gilt als eigentliche «Kultfigur».

Tierisch wird auch bei Regen nicht schweinisch
Nebst dem Programm lädt das einzigartige Areal beim Museum Ronmühle, das geöffnet ist, zum Verweilen ein. Grosse Feuerstellen und Verpflegungsmöglichkeiten sind vorhanden. Damit das Freiluftprojekt «Tierisch» bei schlechtem Wetter nicht schweinisch endet, sorgt ein Rundzelt auch bei Regen für trockene Füsse.

MundART-Festival

Einmal mehr schlüpfte der Kulturverein Träff Schötz in die Rolle des Projektmachers. «MundArt» heisst das Festival, welches am Freitag, 21. Oktober, und Samstag, 22. Oktober, im St.-Mauritz-Saal in Schötz über die Bühne ging. Angesprochen wurden Mund, Nase, Ohren und Augen von Alt und Jung.
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«MundArt» umfasst Geschichten, heiteres Kabarett, Liedermacher, aufgehende Sterne am Pophimmel und auch Gaumenfreuden. Am Programm beteiligt sind innovative Künstlerinnen und Künstler, die meisten von ihnen mit extra für dieses Träff- Projekt arrangierten Produktionen. Viele von ihnen gastieren erstmals auf der Luzerner Landschaft. Entsprechend wird zu drei völlig verschiedenen Programmteilen eingeladen – drei eigentlichen Träffpunkten.

Der MundARTabend
Am Freitagabend, 21. Oktober, ist ein kunterbunter MundARTabend mit Kabarett, Komik, Liedermachern, Autoren usw. angesagt. Ein bunt gemischtes Programm wie beim unvergesslichen Projekt «Liebesnacht» des Träff Schötz im Jahr 2002 erwartet die Besucherinnen und Besucher. Mit dabei sind unter anderem das vor kurzem mit dem Schweizer Kleinkunst-Innovations-preis gekrönte Kabarettduo Stahlbergerheuss. Stefan Heuss gibt auf einer frisierten Ukulele oder einer umgebauten Nähmaschine den Takt an, während sein Compagnon Manuel Stahlberger als eigentlicher Sprachklempner für Lacher aber auch Nachdenklichkeit sorgt. Wortgewaltig ist auch der Rapper Kutti MC, «der den besten Rapp macht, den die Schweiz je gehört hat» (Nachrichtenmagazin Facts). Nebenbei gehört er auch zu den besten Slam-Poeten Europas. Mit Komiker Gögi Hofmann tritt ein alter bekannter auf der St.-Mauritz- Bühne auf. Der 40-jährige Zofinger tritt unter anderem regelmässig in Comedy-Sendungen des Schweizer Fernsehens auf. Hofmann hat in Schötz bereits einmal für viel Aufregung und noch mehr Lachen gesorgt: Anlässlich des Träff- Projekts «Liebesnacht» drehte er einen «Versteckte-Kamera-Beitrag» über das Schötzer Bett- und Liebesleben.

Was wäre ein MundART-Projekt ohne eine Hommage an Mani Matter. Dafür wird (Kinder)Liedermacher und «Kassensturz»-Moderator Ueli Schmezer sorgen, der jüngst mit dem Projekt «MatterLive» Lieder des allzu früh verstorbenen Berner Troubadours interpretiert. Spezielle Töne gibt es auch von den «Schwager’s Seven Harps». Der Berufs-«Schnöregiigeler» Willi Schwager musiziert zusammen mit den Wiggertalern Brigitte Obi, Susanne Barberis, Heidi Jäggi, Irene Dora, Erwin Mahler und Hansruedi Wächli. Gespielt wird auf Chromatischer-, Blues-, Bass- und Akkordeonmundharmonika.

Die Stimme des 1990 verstorbenen Volkskundlers und Schriftstellers Josef Zihlmann, bekannt als «Seppi a de Wiggere» wird ab Tonband zu hören sein: Eine seiner unbekannteren, aber noch heute aktuellen Kurzgeschichte erhält dabei einen ganz speziellen Rahmen. Und schliesslich sorgt der Wirteverein Gastro Luzern Amt Willisau auch für mundArtige Leckerbissen. Über ein Dutzend Wirtinnen und Wirte aus der Region bereiten unentgeltlich Platten mit Häppchen zu.

Kinderkonzert
Am Samstagnachmittag, 22. Oktober, findet unter dem Patronat von pro juventute Wiggertal ein Gratis-Kinderkonzert mit der Innerschweizer Kinderpop-Band KarTON statt. Doch aufgepasst: Ohne Tickets geht nichts. Diese sind bei den Vorverkaufsstellen unentgeltlich zu beziehen. Die sechsköpfige Band KarTON hat ihre neue CD «Sturmfrii» im Gepäck. Diese wurden zwischen farbigen Kartonschränken auf dem Estrich von Tante Doris eingespielt. 16 fetzige Mundart-Kinderlieder sind das Resultat, die im St.-Mauritz-Saal für mächtig Sturm und Kinderlachen sorgen werden.

Konzertnacht
«Ein Chüngelizüchter veröffentlicht das Mundartalbum des Jahres», titelte die SonntagsZeitung. Die Debütplatte «Super Tortas Gigantes» von BLUSBUEB sorgte Ende 2004 für die fettesten Schlagzeilen in der Schweizer Mundartrock-Szene. BLUSBUEB, dessen Identität erst nach Monaten bekannt wurde, parodiert Matter, Hofer, Lauener, Anaconda – und hat doch einen eigenen, nie gehörten Tonfall. Er ist poetisch und primitiv, taumelt von Rap zu Blues, von Blocher zu Che Guevara, von Ironie zu Zärtlichkeit. Vor BLUSBUEB tritt die rotzfreche Zürcher Rapperin BIG ZIS auf. Sie kommt mit ihrem neuen, zweiten Album «Dörf Alles» nach Schötz. Fern vom reinen Rap und Hip-Hop nimmt sich BIG ZIS die gleiche Freiheit wie Pippi Langstrumpf und baut sich eine musikalische Villa Kunterbunt, ohne je ihre Identität zu verlieren: unnachahmlicher Elektro-Pop-Punk-Rap, der sich nicht schubladisieren lässt. Eine Frau, die nur so vor Mut und unglaublicher Kreativität strotzt.

Patent Ochsner

Patent Ochsner – die «Brandstifter» in Schötz
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Und wieder macht beim Kulturverein Träff Schötz eine der bekanntesten Schweizer Bands Halt: Patent Ochsner. Die Berner Mundartrocker starten in diesem Herbst zu einer ausgedehnten Schweizer-Tournee. Einer der allerersten Stopps wird am Freitag, 11. Oktober, 20 Uhr, im Saale des Restaurants St. Mauritz in Schötz eingelegt. Erstes «Trybguet» der Berner «Brandstifter» Der sonderbarste Geschichtenerzähler der Schweiz, Büne Huber, tritt mit neuer Band und einigen neuen Songs erstmals in unserer Region auf. Neu in der Gruppe sind neben den drei Gründungsmitgliedern Huber (Gesang), Disu Gmünder (Gitarre) und Pascal Steiner (Tasten, Sax) die Luzernerin Monic Mathys (Bass), Christian Brantschen (Tasteninstrumente), Andi Hug (Drums) und Menk Grossniklaus (Saxofon).
In diesen Tagen ist die Single «Brandstifter» erschienen. Das neue Ochsner-Album «Trybguet» wird (leider) erst im Frühling auf den Markt kommen. Ausschnitte daraus sind aber in Schötz mit Bestimmtheit zu hören. Und ob «Bälpmoos», «Scharlachrot»
oder «W. Nuss vo Bümpliz» – diese Ohrwürmer braucht beim Ochsner-Gig niemand zu missen. Bewusst hat Träff Schötz auf eine Vorgruppe verzichtet, um den spielfreudigen Berner eine zeitlich unbegrenzte «Carte Blanche» zu ermöglichen. Türöffnung
ist um 20 Uhr, Konzertstart gegen 21 Uhr. Nach dem Gig ist Barbetrieb mit DJs angesagt.

Liebesnacht

Die Liebesnacht – poetisch bis schrill
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Kulturverein Träff Schötz startet am Samstag, 20. April 2002, in sein 18. Vereinsjahr. Vogelgezwitscher, Händchen halten und zarte Kirschbaumblüten: Der Kulturverein Träff Schötz wird volljährig und hat Schmetterlinge im Bauch. Er startet mit einer Liebesnacht ins 18. Vereinsjahr.

Kleintheateratmosphäre
«Wir laden zu einem poetischen bis schrillen Kleintheaterabend», erläutert Träff Mitglied Mathias Bühler. «Unser Ziel war ein bunter Programmmix mit Musik, Kabarett, Tanz, Video und Lyrik, der zur Frühlingszeit passt. Eine Liebesnacht, bei deren Gestaltung die Künstlerinnen und Künstler eine gross Mitsprache haben.» Und siehe da: Die Idee der Liebesnacht stiess bei den Kulturschaffenden auf reges Interesse. Träff Schötz fand eine Vielzahl Künstlerinnen und Künstler, die eigens für diesen einen Abend ein Programm zusammengestellt haben

Vera Kaas Erinnerung an Schötz
«Das Schötzer Projekt hat seinen Reiz, weil es wortwörlich einmalig ist», sagt Sängerin Vera Kaa, die mit Remo Kessler, dem Gittarristen von Polo Hofers Schmetterband, unplugged auftritt. Mit ihren Liebesliedern lädt sie zu einer Reise vom Mississippi bis ins Berner Oberland. Zudem hat Vera Kaa eine ganz spezielle Erinnerung an Schötz. «Im Museum Ronmühle habe ich als Kind erstmals Edith Piaf gehört.» Den Museumsdirektor wird sie an der Liebesnacht mit Bestimmtheit wieder antreffen. Paul Würsch stellt die älteste, schriftlich erhaltene Liebeserklärung von Schötz vor.

Der Komiker und Reporter Gögi Hofmann
Mit dabei ist an diesem Abend auch der Zofinger Komiker und Reporter Gögi Hofmann. An Ostern war am Schweizer Fernsehen seine erste, eigene Spezialsendung zu sehen. «Schötz erwartet eine Video-Premiere», verspricht Gögi und grinst.

Musikalisches Cabaret vom andern Ufer
«Das Publikum erwartet ein sinnliches Wellness-Vollprogramm für Lachmuskeln, Herztöne und Hirnzellen», künden Xaver & Jules – alias Franz Schnider und Hans Ueli Schlaepfer – an. «Wir machen musikalisches Cabaret vom andern Ufer.» Seit 1995 sorgten sie mit bereits drei Kleinthaterprogrammen für Aufsehen und allgemeine Erwärmung.

Die Bauchtänzerin und die Vorpremiere
Auf eine Reise in die orientalische Welt wird die Luzerner Tänzerin Sarina Elia entführen. Und immer wieder einstimmend, nachsinnend und singend wird an dieser Liebesnacht Stimmfrau Judith Estermann anzutreffen sein. Zudem stellt sie einige Lieder aus ihrem neuen Theaterstück «Monika Marbach» oder «Marylin, hörst du mich?» vor, mit dem sie demnächst Premiere feiert.

Der Liebestrank und die Bars
An den beiden Bars, zu denen ab 23 Uhr freier Eintritt ist, gibts unter anderem einen Liebeswein zu trinken. Hergestellt von Kurt Lussi, Konservator für Volkskunde am Historischen Museum Luzern. Er bringt einen anregenden «Hypokras» mit, der mit Gewürzen aus dem südostasiatischen Raum angereichert ist.

Peter Spielbauer

Der Bayer von einem andern Stern
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Peter Spielbauer ist am Freitagabend, 10. Oktober, 20 Uhr, beim Kulturverein Träff Schötz zu Gast. Der Bayer ist Komiker, Kabarettist, Poet, Artist und Philosoph zugleich. Auf der «St.-Mauritz»-Bühne zeigt er sein Jubiläumsprogramm. Sein Stil ist nie zynisch, benutzt niemals die Schwächen anderer. Er selbst ist das Versuchskaninchen, mit dem gespielt wird und mit dem das Leben spielt. Spielbauer präsentiert innovative Bühnenbilder und Ansichten, erfindet sich in jeder Vorstellung neu und lässt sich nicht in Schubladen, Schablonen oder sonstige Systeme einordnen. Wörter, Körper und Objekte verschmelzen zu Bildern, die den Kopf des Zuschauers nicht so schnell verlassen. Sie lockern das Zwerchfell und durchlüften die Hirnschale. Spielbauer tanzt zwischen Brauchtum und Irrtum und wenns gut läuft fragt sich der Zuschauer: «Spielt er jetzt noch Theater, oder ist er schon wahnsinnig?» Zwei Stunden, erfrischend aktuell, angenehm dokumentarisch und hemmungslos aufbauend. Es gelangen zur Aufführung «eine Bierbank-Nummer, eine Durchsäge und zarte Triebe». Des Weiteren die weltweit einzige buddhistische Maschine. Das Programm ist schweisstreibend, kommt aber federleicht rüber. Zögern Sie nicht, sich auf hohem Niveau zu amüsieren.

Lektürbissen

Ein Literatur-Gastro-Projekt von:
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Anne-Kathrin Heier, Katrin Zimmermann,
Florian Kessler und Thomas Klupp
Universität Hildesheim, Studiengang
«Kreatives Schreiben und Kulturjournalismus»

Birgit Grünbacher und René Lampart,
Gasthaus Pinte, Schötz

Christoph Schwyzer, Journalist, Basel

Schang Meier, Theatermacher und Schauspieler,
Huttwil

Kulturverein Träff Schötz

Ferruccio Cainero

Der ausgezeichnete Kabarettist
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Letztes Jahr erhielt Ferruccio Cainero den Schweizer Kleinkunstpreis – demnächst wird er mit dem Salzburger Stier 2003 preisgekrönt. Der wortwörtlich ausgezeichnete Kabarettist ist beim Kulturverein Träff Schötz am Donnerstag, 27. März 2003, 20 Uhr,
im Gasthaus St. Mauritz zu Gast. Ferruccio Cainero ist ein Allrounder auf den Brettern,
die die Welt bedeuten. Er besticht als Kabarettist und Schauspieler in seinem Stück «Ta pim ta pum» durch seine Bühnenpräsenz. Fast ohne Requisiten, nur mit einer Gitarre. Der Titel des Abends «Ta pim ta pum» ist eine Anlehnung an ein
verbotenes Pazifistenlied aus der Zeit des Ersten Weltkrieges. Cainero spielt auf der Bühne verschiedene Rollen. Schwelgend in seiner Phantasie präsentiert er ein Kaleidoskop von Bekanntem und Allzubekanntem. Ein Fussballfan, eingewickelt in seine Fahne, kommt plötzlich vor den Schlägereien nach dem Spiel flüchtend, ins Theater gestürzt. Es ist ein sympathischer Prolet, geschwätzig und witzig, nahezu ein Kabarettist, ein Naturtalent, wie man viele in Bars in Italien finden finden kann. Er trägt die Fahne, weil man an etwas glauben muss und in diesen Zeiten findet er nichts Besseres. Die Erinnerungen der Kindheit, das Radio, die Schlager, das Fahrrad der Mutter, all dies hat für ihn noch einen bestimmten Sinn. Aber die Gegenwart entgeht ihm, die versteht er nicht. Und die Zukunft? Einstweilen redet er, erzählt und monologisiert wie ein kleiner zum Leben zurückgekehrter Soldat Schweijk, der uns mit seinem munteren Idiotismus und seiner naiven Unschuldigkeit einen Spiegel vor Augen hält.

«Ta pim ta pum» ist ein liebevolles Stück des begnadeten, italienischen Fabulierers: witzig, komisch und ergreifend. Schwebend zwischen Vergangenheit und Zukunft, wie ein Seiltänzer im Gleichgewicht der Gegenwart. Im Vorverkauf sind die Tickets erneut verbilligt erhältlich. Vorverkaufsstelle ist einmal mehr Coiffure Creativ (Tel. 041980 28 12). Türöffnung am Kabarettabend ist bereits um 19.30 Uhr (kleine Bar).

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